Kulturliste Düsseldorf

Die Kulturliste Düsseldorf e.V. tritt in den Dialog mit Oberbürgermeister Thomas Geisel

### 27.10.17

Christine Stender, Thomas Geisel, Stephanie Hartmann und Judith Eilers (v.l.n.r.) im Büro des Oberbürgermeisters. © Kulturliste Düsseldorf e.V.

"Das Netzwerk der Kulturliste und die Möglichkeit, sektorübergreifende Synergien zwischen Kultur und Sozialem zu schaffen, ist unser Kapital." Christine Stender, Mitarbeiterin der Kulturliste Düsseldorf e.V. bringt die Stärke des Vereins auf den Punkt. Und diese soll im Dialog mit der Stadt weiter ausgebaut werden.

Hierfür treffen sich am 26. Oktober drei Mitarbeiterinnen des Vereins mit Oberbürgermeister Thomas Geisel und Kulturreferent Rajiv Strauß im Rathaus. Im Mittelpunkt des Treffens steht der Austausch. Zunächst wollen beide Seiten für die eigene Arbeit sensibilisieren. Stephanie Hartmann, Christine Stender und Judith Eilers erläutern die Arbeit des Vereins, welcher sich für kulturelle Teilhabe in Düsseldorf einsetzt. Gemeinsam mit rund 100 Partnerinstitutionen aus Kultur und Sozialem vermitteln die Mitglieder der Kulturliste kostenfrei Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen in ganz Düsseldorf an einkommensschwache Bürger*innen.

„Wir können stolz sagen, dass wir im Bereich der Kultur mit fast allen Institutionen in Düsseldorf eng und erfolgreich zusammenarbeiten", so Hartmann. Der Verein arbeitet im fünften Jahr und konnte bereits rund 15.500 kostenfreie Tickets vermitteln – im Monat aktuell rund 500 Karten. "Ach wow, so viele Karten vermitteln Sie? Nicht schlecht!“, staunt sogar der OB. Im Mittelpunkt der Vermittlung steht vor allem auch der persönliche Kontakt zu den rund 1000 Kulturgäst*innen: „Die persönliche Vermittlung verringert nicht nur die finanzielle Barriere, sondern hilft auch, emotionale Barrieren abzubauen“, betont Christine Stender.

Sowohl Stadt als auch Verein wünschen sich eine engere Zusammenarbeit. Im aktuellen Kulturentwicklungsplan ist die Festigung der Kulturliste als wichtiges Ziel festgehalten – das Kulturamt stärkt der Initiative den Rücken. Eine Kooperation mit Sozialamt, Jugendamt und Arbeitsamt wird angestrebt. Geisel will dabei unterstützen, die entsprechenden Kontakte herzustellen.

„Ich habe das schon im Wahlkampf bemerkt – viele Menschen nehmen gar nicht mehr richtig am gesellschaftlichen Leben teil! Deshalb ist die Arbeit der Kulturliste so wichtig!“, so Geisel, "Der Verein gibt Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und sich an der vielfältigen Kulturlandschaft zu erfreuen.“